Berlin will deutsche Sprache bei EU stärken
22.September 2oo7
Berlin - Bundestag und Bundesrat ziehen gegen die Vorrangstellung der englischen und französischen Sprache in der Brüsseler EU-Kommission zu Felde. Gunther Krichbaum (CDU), Vorsitzender des EU-Ausschusses des Bundestages, hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) in einem Brief dazu aufgefordert, sich weiter für die deutsche Sprache in Brüssel starkzumachen. In dem Schreiben beklagte Krichbaum, dass die EU-Kommission dem Bundestag wichtige EU-Vorlagen häufig auf Englisch und Französisch zukommen lasse, nicht aber in deutscher Sprache. Auch der Bundesrat forderte die Brüsseler Behörde am Freitag in einer Resolution dazu auf, Deutsch neben Englisch und Französisch als gleichberechtigte Arbeitssprache zu verwenden. weiter
Björn Engholm in Plön
dokumentationen:die rede/8.11.2006 Kultur? Kultur! "Die Rede"
Björn Engholm Aufz. v. 08.11.2006 aus dem Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön “Die Rede” ist uns ein besonders wichtiger Anlass zur Begegnung hier in Plön. Wir haben “Die Rede” als Veranstaltungsschwerpunkt eingeführt, weil wir wissen, das die Sprache uns Zugang eröffnet zu Wissen und Kultur. Es gibt keinen anderen gar besseren Zugang. Sie ist Mittler zwischen Menschen, ist Brücke des Verstehens, der Verständigung und damit letztendlich auch aller Toleranz. Durch Sprache kommt nicht nur Verstand, durch Sprache kommt Seele, Empfinden, Mitempfinden zum Ausdruck; Sprache ist Konstrukteur unserer Identität. Da wir fanden, dass Sprache in unseren Zeiten keine Hoch-konjunktur besitzt, haben wir das Thema "Sprache" zum Gegenstand dieser Begegnungen gemacht. “Die Rede” haben bislang bestritten die Ex-Minister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin und Dr. Christina Weiss, Prof. Werner Spieß und Daniel Cohn-Bendit.
… Das wichtigste Instrument zur Stärkung der Freiheit, zur Schaffung von Gerechtigkeit, zur Wahrung von Solidarität war, ist und bleibt Bildung und Kultur. Unter Bildung habe ich immer verstanden die dauerhafte Auseinandersetzung mit Wissen und Kultur, um schrittweise eigene Denk-fähigkeit, eigene Kompetenz zu erlangen, letztlich, um der viel gepriesenen Selbstbestimmung näher zu kommen. Im Laufe der letzten eineinhalb Jahr-zehnte jedoch verzeichnen wir eine gewisse Verschlankung dieses Zieles. Mehr und mehr dient Bildung unter den Zwängen der globalen Ökonomie, der Vor-bereitung auf Ökonomiefähigkeit, auf Beruf und Karriere. Alles, was dem Ziel der Marktfähigkeit von Menschen nicht dient, verliert in der Bildung an Stellenwert. Die nicht direkt Nutzen schenkenden, die nicht an Zwecken orientierten, die kaum Verwertbarkeit versprechenden Fächer und Inhalte haben es in der heutigen Bildungslandschaft von Tag zu Tag schwerer. Das zieht sich wie ein roter Faden quer durch das Bildungssystem, und es hat auch die Hochschulen und die Wissenschaften erreicht….
Quelle: Ausführliche Version hier